Wenn alles teurer wird – was tun?

Es ist wohl richtig, dass wir nach siebzig Jahren „Schönwetterdemokratie“, in der es – mit leichten Dellen – immer aufwärts gegangen ist, erstmals vor eine unerwartete, sehr ernste Situation gestellt werden, bei der wir als Gesellschaft erst noch beweisen müssen, dass wir „auch Krise können“, ohne uns und unsere errungenen Standards dabei zu verlieren.

Frühzeitig möchten wir beginnen, uns mit Ihnen über unsere Möglichkeiten auszutauschen, wie wir miteinander diesen Herausforderungen unter uns bei arteFakt begegnen können.

Als Robert Habeck davon sprach, dass wir in der nächsten Zeit wohl ärmer würden, wollte er damit in den anstehenden Debatten eher frühzeitig auf den Ernst der Entwicklungen hinweisen als ankündigen, dass wir wirklich „arm“ würden. … weiterlesen

15 Antworten zu Wenn alles teurer wird – was tun?

  1. Haferkamp Jan Michael 25.08.2022 at 08:38 #

    Eine starke Rück-Besinnung auf jahreszeitliche Verfügbarkeiten halte ich für einen möglichen Weg. Ich kenne dieses Prinzip bereits aus einingen Direktvermarktungen („Crowdfarming“).
    Vielleicht ließe sich über fotlaufende Bewusstseinsbildung (ggf. „unterstützt“ durch eine fördernde Preisgestaltung) so tatsächlich mittelfristig ein geändertes Beschaffungsverhalten errreichen.
    Ließe sich denn betriebswirtschaftlich darstellen entsprechende Rabatte über höhere Preise außerhalb der Kampagnenzeit zu kompensieren?

    Als Genossenschaft ist es ja auch genuin das Mit- und Füreinander zu stärken – von daher sind dezentrale Depots eine tolle Idee diese Gedanken zu fördern. Insbesodere in Kombination mit Kampagnen-Lieferungen. Denn hier könnte sich einiges an Potential entfalten, wie dabei auch Menschen ohne Automobil, körperlich geschwächte oder anderweititg eingeschränkte Personen profitieren könnten.

  2. Sabine Borchers 24.08.2022 at 17:05 #

    In der Anfangszeit von Artefakt war es ein Anliegen, dass jeder seinen Jahresvorrat an Olivenöl bestellt, um Kosten zu sparen. Diesen Ansatz finde ich immer noch gut. Wir praktizieren es auch noch so.
    Wäre es nicht eine Idee, das wieder stärker in den Blick zu nehmen?

    Wenn wir über Abholstationen sprechen, könnte man sich überlegen, Kartons und Verpackungsmaterial wieder zurück zu schicken.
    Mir tut es jedes Mal leid, wenn ich die Füllmaterialien und Kartons entsorgen muss. Oft kann ich sie leider nicht weiter geben für eine weitere Nutzung.

  3. Eva Müller-Meinhard 17.08.2022 at 07:56 #

    Die Idee mit Abholstationen im Land verteilt ist gut.
    Dann die Pakete der einzelnen Bestellungen bei Artefakt bündeln für einen Versand, z.B. 1x Woche. Dann werden auch hier Kosten und CO2 Abdruck gespart.
    Ich schreibe aus Oldenburg (Niedersachsen), dort könnte ich mir vorstellen Personen/ Geschäft/ Hofladen, die mitmachen würden, dafür zu finden.

  4. Volker Britsch 15.08.2022 at 21:55 #

    Den Ansatz der Kampagne wieder zu stärken, das sollte machbar sein. Ich kann mir gut vorstellen, meinen Jahresvorrat (großzügig bemessen) zur Kampagennzeit zu bestellen – und auch abzuholen, wenn es keine Tagesreise wird. Brauche ich zwischenzeitlich doch etwas, muss ich eben einen Aufschlag in Kauf nehmen. Dadurch wird die Ware vielleicht nicht mehr beliebig (‚online‘) verfügbar, aber (hoffentlich) auch nicht so sehr teurer. Die Produkte sind das wert.
    Möglicherweise lassen sich auch die Varianten der Gefäße reduzieren.

  5. Jürgen Bauer 15.08.2022 at 10:43 #

    DHL und Hermes (ich kenne nur diese beiden) nutzen Kioske, Lotto-Annahmestellen, Blumenläden, etc. als Abholstationen. Könnte man diese nicht einbinden? Artefakt hat unsere Lieferadressen und könnte recherchieren, wo es sich lohnt Abholstationen einzubinden und Kunden in deren Umfeld anbieten, optional diese Möglichkeit zu nutzen.

    • Oliver Heim 15.08.2022 at 13:19 #

      Die Besteller im Onlineshop haben jetzt bereits die Möglichkeit, als Versandadresse eine DHL-Packstation oder eine DHL-Filiale anzugeben. Eine automatische Ermittlung ist leider nicht möglich, da man dazu mit Umkreissuchen die nächstmögliche Packstation ermitteln müsste und zusätzlich die DHL-Kundennummer (des Bestellers) wissen müsste.

      Darüber hinaus löst diese Art der Versendung nicht das grundsätzliche Problem: das allgemeine Versandaufkommen wird dadurch nicht reduziert.

  6. Antje de la Porte 11.08.2022 at 18:07 #

    Abholstationen finde ich grundsätzlich auch sehr gut. Möglichkeit im Raum Schleswig (falls Interesse) wäre vorhanden. Auch sollte das Jahreskontingent entsprechend beworben werden, um es in den Köpfen präsenter zu machen, als es derzeit ist.

  7. Kerstin Schilling 10.08.2022 at 21:27 #

    Falls eine Abholstation in Berlin-Charlottenburg interessant sein könnte, bitte einfach melden.
    Geräumige Buchhandlung mit Bio-Wein-Anschluss…

  8. Friedrich Ebeling 10.08.2022 at 12:30 #

    Was mich bei einem Verbrauch von 3 ltr. Olivenöl im Halbjahr stört, sind doch die hohen Vrrsandkosten. Ich beziehe auch Rapsöl in Bioqualität ausder näheren Umgebung und Tee von der Teekampagne ( Earl Grey, leider nicht lieferbar bei arteFakt).
    Eine Sammelbestellung wäre wünschenswert, ich habe leider keine Interessenten oder Ansprechpartner aus dem Raum Hildesheim/Hannover, die auch bei arteFakt bestellen.

  9. Norbert Kück 09.08.2022 at 19:23 #

    Mehr Konzentration auf Kampagne wäre gut, wenn der Saisonbetrieb auch für die Menschen verträglich ist, die die Arbeit machen. Sammeltransport / -versand wäre gut, wenn das auch für die Menschen verträglich ist, die keine Gelegenheit zur Teilnahme haben. Die nachbarschaftliche Sammelbestellung lässt sich sofort organisieren, wenn es in der Umgebung Interessenten gibt; wobei die Erinnerung zeigt, dass darin auch ein Konfliktpotential stecken kann. Umfangreichere Aktionen brauchen einen Rahmen, der die Aktiven schützt.
    Gibt es eine Möglichkeit, die hier (hoffentlich zahlreich) einlaufenden Gedanken zu strukturieren?
    Meine Vermutung: Auch wenn wir die hier diskutierten Kosten senken, laufen wir auf heftige Preiserhöhungen zu. Dafür sprechen zu viele negative Einflüsse auf die Olive und den Weg des Öls in unsere Küchen. Wie kann man die ganze Kette Erzeuger–Verbraucher in der Situation pflegen und erhalten?

  10. Wiltrud Obergfell 09.08.2022 at 17:09 #

    Unser Haus würde sich als Abholstation für Hamburgs Norden anbieten, s-Bahn Station Kornweg in 5 Minuten erreichbar. Platz ist vorhanden. Die Idee dem Jahresbedarf realisieren wir immer schon an den Abholtagen…
    Das könnte doch forciert werden durch Angebote.

  11. Susanne Hoischen-Taubner 09.08.2022 at 14:46 #

    Wenn eine Abholstation in Westfalen interessant ist und nicht zentral in einer Stadt sein muss, könnte das in unserem Dorfladen möglich sein – müsste ich mit dem Team besprechen.

  12. Doris Jung 09.08.2022 at 12:54 #

    Abholstation finde ich auch ´ne gute Idee – aber wo? Ich wohne fast in Norden, also ganz außen links in Ostfriesland! Wird wohl schwierig werden.

  13. Christoph Ackermann 09.08.2022 at 11:42 #

    Eine Abholstation in Hamburg wäre eine gute Idee (z.B. Markthalle Hobenköök ).

    • Conrad Bölicke 09.08.2022 at 14:30 #

      Im Hobenköök haben wir bereits seit längerer Zeit zwei Verkaufsregale mit einer Auswahl unserer Olivenöle und weiterer Produkte.

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